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Zellmembran-nachahmende Nano-Köder gegen Infektionskrankheiten

Krankheitserreger oder krankmachende Infektionserreger sind überall.

Obwohl diese Mikroben in verschiedenen Formen auftreten können, haben sie alle eines gemeinsam:

Um eine Infektion zu verursachen, müssen sie in einen Wirt eindringen.

Die Zellmembran ist eine der wichtigsten Barrieren, die Krankheitserreger überwinden müssen.

Ein Virus beispielsweise muss sich zunächst an die Zellmembran heften und dann sein genetisches Material in die Wirtszelle injizieren, bevor es sich vermehren kann.

Diese strukturelle Ähnlichkeit bietet die Möglichkeit, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Es wurden Erreger-Membran-Interaktionen untersucht, um den grundlegenden Wirkmechanismus solcher biomimetischen Nanodecoys gegen Erregerinfektionen darzustellen.

                       Published online 2020 Mar 4. doi: 10.1021/acsnano.0c01665   Copyright © 2020 U.S. Government

                     This article is made available via the PMC Open Access Subset for unrestricted RESEARCH re-use and analyses in any form or by any means with acknowledgement of the original                                source. These permissions are granted for the duration of the World Health Organization (WHO) declaration of COVID-19 as a global pandemic.

Vielen wird vielleicht die umstrittene Wirkung von mRNA-Impfstoffen einfallen, wo Nanopartikel wie Liposome oder Lipid-Nanopartikeln (LNP) Virusmaterial in die Zelle einschleusen, damit die Zelle dieses Antigen (Eiweiß) repliziert und in der Folge darauf Antikörper gebildet werden.

Die Alternative dazu ist:

Das Einfangen und Festhalten von Erregern/Exotoxinen durch Nanodecoys bietet die Möglichkeit, die infektiösen Fähigkeiten der Erreger zu schwächen, ohne die Immunogenität zu beeinträchtigen.

Bei den Nanodecoys (Ködern) geht es  um das Einfangen und Zurückhalten von Krankheitserregern.

Aus Zellmembranen gewonnene Nanopartikel stellen eine attraktive Plattform für Anwendungen im Bereich der Infektionsbekämpfung dar, da sich Krankheitserreger so entwickelt haben, dass sie die reichlich vorhandenen Moleküle auf der Zellmembran nutzen.

Hier ein Beispiel aus der Forschung:

Rao et al. zeigten, dass mit Moskito-Wirtszellmembranen umhüllte Nanodecoys das Zika-Virus (ZIKV) wirksam abfangen und von seinen gesunden zellulären Zielen ablenken können.

Dazu auch ein Beispiel-Medikament aus der Phytotherapie, hier konnte das stark gegen Infektionen wirkende Quercetin besser bioverfügbar gemacht werden:

Phytosome® ist eine feste Dispersion pflanzlicher oder natürlicher Wirkstoffe in einer 100% lebensmitteltauglichen Matrix auf der Basis von Lecithin, amphipathischen Molekülen, die als Selbstaggregationshemmer und wirksame Benetzungsmittel wirken.

https://www.thorne-europe.com/quercetin-phytosome.html#:~:text=Die%20Phytosomen%2DTechnologie%20verbindet%20Pflanzenextrakte,Phosphatidylcholin%20stammt%20aus%20der%20Sonnenblume.

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