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Fall zur Repertorisation: Gedächtnisschwäche – Findest du das Mittel?

Das ist ein super Fall um den Organon § 40 zu verdeutlichen – Hier unsere Besprechung dazu

Mann 64 Jahre leidet an Gedächtnisschwäche, er schildert starke Vergesslichkeit.

Vor einigen Jahren hatte er einen schweren Autounfall mit heftigsten Verletzungen:

Hirnembolie, Lungenembolie und Oberschenkelbruch links. Er war 10 Tage in akuter Lebensgefahr und insgesamt 4 Wochen bewusstlos.

Obwohl alles dann problemlos ausheilt, hat er seitdem die Gedächtnisschwäche und keinerlei Behandlung hat ihm bisher geholfen. Und er hat viele Medikamente bekommen!

Jetzt ist seine letzte Hoffnung die Homöopathie.

Erstaunlicherweise hatte er keinen Schädelbruch bei seinem Unfall erlitten.

Er hat seit seiner Genesung vom Unfall eine Furunkulose, speziell im Analbereich.

Bei Föhnwetter hat er leichte Kopfschmerzen.

Dies ist ein Fall von Otto Eichelberger und er hat sich für die zeitversetzte Gabe von 2 Arzneien entschieden, denn für ihn handelte sich um 2 ungleiche Krankheiten, siehe Organon § 40, welchen wir hier besprochen haben – schau dir also unser Video über diesen Paragraphen an, damit du verstehst worum es geht.

Ich möchte an dieser Stelle schon mal anmerken, dass ich ob der Kenntnisse der Arznei, die für die Kopfbeschwerden gegeben wurde daran dachte, dass diese auch die Furunkulose abdecken kann.

Ihr könnt mir aber auch widersprechen und am Ende dieses Falles werde ich euch auch noch einen Gedankenanstoß dafür geben.

Aber hören wir Otto Eichelberger:

Die Störungen sind zweigleisig zu behandeln, erstens die Kopfstörungen, zweitens die Furunkulose. da der Mann von weit her kam, wurden 2 Arzneien zusammen verordnet, das eine morgens und das andere abends einzunehmen. Die Furunkulose war ja nicht Folge der Unfallverletzung, sondern hatte andere Gründe (ich meine, dass uns diese Symptome des Patienten dagegen noch sicherer zu der einen Arznei führen, die ich vielleicht fälschlicherweise alleine verordnet hätte).

Beide Arzneien wurden in der LM 18 (Q18) verordnet.

Es kam ein telefonischer Bericht nach 14 Tagen: “die Mittel wirken gut, das Befinden ist sehr zufriedenstellend, das Erinnerungsvermögen viel besser. Die Furunkel haben bald nach der Einnahme gejuckt.”

8 Wochen später kam der Patient noch einmal in die Praxis.

Die Furunkel hätte noch längere Zeit gejuckt, waren aber alle bald eingetrocknet. Außerdem hatte er über eine längere Zeit eine Nasenabsonderung, wie er sie schon ganz lange nicht mehr gehabt hatte.

Die Konzentrationsfähigkeit hat sich entscheidend verbessert, es sind ihm Geschehnisse eingefallen, die seit dem Unfall total “verschüttet” waren.

Nach 6 Monaten kam die Nachricht: ” Es geht mir phantastisch!”

So, nun teilt mir doch bitte mit, welches Mittel, bzw. welche beiden Mittel ihr gegeben hättet.

Für ein 2. Mittel würde übrigens sprechen, dass die Furunkulose eine Reaktion auf die massiven Arzneimittelgaben im Krankenhaus und danach ist.

Was bestätigt dies?

Du kannst mit dem Kent Repertorium repertorisieren oder auch einfach mit Boger.

Ich freue mich über Antworten!

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