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Die Kunst Neugeborene zu behandeln – Kinderhomöopathie

Aktualisiert: 16. Feb. 2023

Übersetzung aus einem Seminar von Farokh Master

Das ist eine Übersetzung unserer Kollegin Silke, die leider nicht mehr in unserer Welt und bei uns ist. Sie war unsere Kinderhomöopathin und ich möchte ihr heute gedenken.


Das Kind kommt in Vertrauen und Unschuld zur Welt. Kinder, deren Bedürfnisse in dieser kritischen Zeit erfüllt werden, sind besser angepasst, schreien weniger und haben im ersten Lebensjahr weniger Symptome. Wenn dieses Empfinden von Sicherheit von dem Kind nicht gefühlt wird, werden Symptome auftreten. Wenn die Bedürfnisse des Babys nicht erfüllt werden, wird das daraus resultierende Verhalten das Leben der Eltern vollständig stören/zerstören. Das ist ein Überlebensmechanismus des abhängigen Organismus. Das Neugeborene ist völlig im Stande Emotionen wahrzunehmen und auszudrücken. Die Körperhaltung und Stellung, der Gesichtsausdruck und die Augen des Neugeborenen sind Fenster in das Reich der Emotionen. Das Neugeborene ist fähig Zorn, Traurigkeit und Furcht zu empfinden und auszudrücken, genauso wie die Gefühle von Abneigung, Verzweiflung und Verlassenheit. Das Kind entwickelt Interesse an seiner Umgebung und ist empfänglich für Stimuli wie Licht, Geräusche und Bewegung. Sie antworten auf die Umgebung in einer großen Bandbreite, wie aufmerksam sein, zusammenschrecken, oder einschlafen. Bei der Fallaufnahme eines Kleinkindes ist es überaus wichtig, das Familiensystem zu verstehen. Wenn das Kind gestillt wird, gibt es eine direkte Verbindung emotionaler Kommunikation. Die Emotionen der Mutter werden dem Baby übertragen und sie können in das Kind eingepfropft werden.

Z.B. wenn die Mutter schlecht gelaunt ist, wird das Baby oft das Leid der Mutter mit Anspannung, Tränen und Zorn etc. wiederspiegeln. Die Geschichte der Geburt kann eventuell Hinweise auf das Similimum liefern. Es ist wichtig, die Einstellung der Mutter, während der Geburt zu kennen.

Wenn die Mutter unter Furcht, Schmerzen oder Trauma gelitten hat, könnte das Baby mit betroffen sein. Andere wichtige Elemente könnten sein: – Wie lang dauerten die Wehen, war es sehr schmerzhaft, wurden die Wehen gut von der Mutter ertragen? – Wie war der medizinische Zustand der Mutter? – Wer war bei der Geburt anwesend, wie war deren Einstellung bei dem Geburtsprozess? – Wurde medizinisch interveniert (z.B. Pitocin – ein Anästhetikum???, Saugglocke, Kaiserschnitt…) – Wie war der Zustand des Kindes nach der Geburt, Apgar-Werte?

Das Bonding bei der Geburt ist eines der wichtigsten Geschehen in der Entwicklung von Vertrauen bei dem Kind. Wenn es Unterbrechung im Bondingprozess gibt werden sich Probleme und Symptome manifestieren.

Bonding kann gestört werden durch:

  1. Eine zeitweilige oder längere Trennung nach der Geburt

  2. Krankheit der Mutter oder des Kindes

  3. Gefühlen von nicht gewachsen seins oder Anspannung bei einem der Elternteile

Die Beobachtung der Interaktion zwischen Mutter und Kind ist sehr wichtig:

  1. Wie interagiert die Mutter mit dem Kind?

  2. Ist da enger Kontakt und Kommunikation zwischen Mutter und Kind?

  3. Wie antwortet das Kind der Mutter?

  4. Scheint das Kind entspannt zu sein und sich wohl zu fühlen in ihren Armen oder am Körper der Mutter?

Zuletzt beobachte die Fähigkeit des Kindes Kontakt mit anderen Menschen in der Umgebung aufzunehmen und mit der Außenwelt zu interagieren. Die Beobachtung des Augenausdruckes eines Kindes ist eine wichtige Methode und wird dem empfindsamen Verschreiber einen Einblick in den Emotionalen Zustand des Organismus erlauben.

  1. Zorn kann an den Augen beobachtet werden, die „gerunzelt“ oder zusammengekniffen werden.

  2. Furcht kann sich als Hervortreten der Augäpfel auswirken.

  3. Trauer kann sich in seltenem Blinzeln mit einem starren Ausdruck und Mangel an Reaktion äußern.

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